Tina, du und BMW Grasmann seid beide im Salzkammergut verwurzelt – wie wichtig ist dir diese regionale Verbindung bei einer Kooperation und was schätzt du an deiner Heimat?
Die regionale Verbindung ist mir sehr wichtig, weil es meine Heimat ist und ich viele schöne Erinnerungen an meine Kindheit habe. BMW Grasmann als regionaler Partner ist für mich dadurch auch so etwas wie Familie – man fühlt sich dort sofort wohl und gut aufgehoben. Am Salzkammergut schätze ich besonders die Natur. Ich habe an der Traun gewohnt; das Flussrauschen bringt sofort Ruhe, ich fühle mich dadurch geerdet. Auch die Menschen in dieser Region sind herzlich und freundlich, sie grüßen einander auf der Straße. Mit der Kooperation schließt sich für mich der Kreis: Ich erlebe bei BMW Grasmann viel Wertschätzung und es ist ein schönes Miteinander.
Du trainierst auf höchstem internationalen Niveau mit einem strukturierten Alltag aus Tennis, Athletik, Mentaltraining und Regeneration – was ist für dich der entscheidende Faktor, der dich als Athletin auf Top-40-Weltniveau hält?
Das sind klar Ehrgeiz und Leidenschaft. Man muss es wirklich lieben. Als ich mit dem Rollstuhltennis begonnen habe, habe ich oft verloren und hatte Zweifel, ob ich weitermachen soll. Trotzdem habe ich mich am nächsten Tag wieder auf das Training gefreut. Im Tennis ist jeder Tag anders, nichts ist vorhersehbar. Genau das liebe ich daran.
Deine Reise führt dich zu Turnieren auf der ganzen Welt – gibt es einen Moment im Auto, der für dich besonders viel Freiheit oder Fokus bedeutet? Und was magst du an deinem schwarzen BMW X1 am liebsten?
Mir gefällt mein Branding, also meine Skizze auf dem Auto. Ich mag auch das Innenleben, besonders dass man das Licht auf Pink einstellen kann. Es ist mir generell wichtig, ein hochwertiges Auto zu fahren, gerade wegen des Rollstuhls spielt das eine Rolle. Ich bin eine rasante Fahrerin und mag Autos, die „böse“ aussehen. Meiner tut das, finde ich (lacht). Beim Autofahren spüre ich große Freiheit. Vielleicht verstärkt durch meinen Alltag im Rollstuhl. Sobald ich im Auto sitze, kann ich fahren, wohin ich will, und komme überall hin.
Mit Blick auf dein großes Ziel, die Paralympics 2028: Welche Rolle spielt die Unterstützung durch Partner wie BMW Grasmann auf diesem Weg und was macht für dich eine wirklich gute Kooperation aus?
Das ist für jeden Sportler wichtig, weil Sport teuer ist. Ohne Sponsoren ist Profisport kaum möglich. Im Behindertensport ist die Unterstützung generell geringer. Neben der finanziellen Hilfe ist es für mich entscheidend, dass da jemand ist, der an mich glaubt. Ich bin nicht allein und weiß, dass jemand an meiner Seite steht, sich interessiert und sich einsetzt.
Du stehst für Leistung, Sichtbarkeit und Inklusion im Sport – welche Botschaft möchtest du anderen mit deiner Geschichte und deiner öffentlichen Präsenz mitgeben?
Dass man mit einer Beeinträchtigung genauso Sport machen kann. Es ist wichtig, sich fit zu halten. Fitness macht das Leben besser und erleichtert den Alltag im Rollstuhl. Ob ich aus dem Bett komme, in den Rollstuhl wechsle oder ihn ins Auto verfrachte: Ohne Kraft und Fitness wird alles deutlich schwieriger. Nach meinem Unfall habe ich etwas gesucht, das ich im Rollstuhl machen kann. Da war für mich klar: Ich will das – also mache ich es.
„BMW Grasmann als regionaler Partner ist für mich auch so etwas wie Familie – man fühlt sich dort sofort wohl und gut aufgehoben.“
Fotos: Lorenz Masser





